Bergbau in San Andreas

Bergbau in San Andreas

18. Juni 2020 Aus Von LeandroConner

Es war vor sehr vielen Jahren, genau genommen begann es in der Steinzeit, der Bergbau. Damals hatte der Bergbau noch nichts mit dem heutigen Bergbau zu tun, es waren schlicht keine Werkzeuge vorhanden oder z.B. Belüftungssysteme, um effizient und sicher arbeiten zu können. Damals in der Steinzeit haute man mit einfachsten Werkzeugen oder gar nur mit Steinen, Rohstoffe aus dem Berg, bzw. eher gesagt nur aus dem Boden, um daraus wieder neue Werkzeuge herstellen zu können. Dabei handelte es sich meist jedoch nur um Feuerstein. Feuerstein jedoch hat man daraus gewonnen, dass man einfach Bergbau Stollen in den Boden grub. Das jedoch hat sich natürlich über die vielen Jahre geändert und heute hat man hier moderne Systeme, um die wertvollen Rohstoffe aus dem Berg zu holen.

Auf der Welt gibt es leider noch heute viele Menschen, die ausgebeutet werden und unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten, ohne Sicherung und nur mit einer Spitzhacke bewaffnet. So ist dies auch in San Andreas noch heute so. Die Bürger arbeiten unter schwierigen Bedingungen nördlich des Vine Wood im Bergbaustollen. Dazu sei gesagt, nicht weit entfernt sind die reichen Bürger San Andreas, welche ein Glas Wein trinken, während andere Bürger quasi um die Ecke dort ihr Leben riskieren, um das schöne Leben für die „reichen“ ermöglichen zu können. Denn nicht selten sind diese auch Goldhändler, dazu aber später noch etwas mehr im Interview mit LeandroConner und einem Bergarbeiter. Das Problem ist, dass der Bergbaustollen nur mit einfachen Holzbalken gesichert ist, es könnte jederzeit ein Stein auf die Arbeiter fallen. Ein einfacher Helm würde Sie schützen, doch selbst diesen Besitzen Sie nicht oder wird ihnen auch nicht gestellt. Sie haben keine Atemgeräte dort quasi ohne jeglichen Schutz für die Lunge hinein. Bereits nach wenigen Metern in der Mine sieht man die extreme Luftverschmutzung, eine Zumutung für alle Bergarbeiter. Ein Notrufsystem existiert ebenfalls nicht, so kann in einem Notfall aus dem Stollen kein Notruf abgesetzt werden, da dort natürlich kein Handyempfang ist und das übliche 911 wählen nicht möglich ist.

All diese Risiken gehen die Bergbauarbeiter aus San Andreas ein, für die so wichtige Gewinnung von Ressourcen. Zu all diesen Risiken kommt auch noch der finanzielle Aspekt, dieses Risiko trägt ebenfalls der Bürger. Eine Ausrüstung wird nicht gestellt, diese muss selber gekauft werden. Das ist möglich am Marktplatz oder im Gangshop, jedoch ist dies nicht immer ganz billig und eine Spitzhacke kann so gut und gerne mal weit mehr als 150$ kosten. Das Material ist natürlich auch nicht immer fehlerfrei und so passiert es gerne, dass eine Spitzhacke schnell kaputt geht und man nicht in der Lage ist Rohstoffe zu gewinnen. Ich selber habe mich für diesen Bericht in die Mine gewagt, um mir ein genaustes Bild zu machen und war natürlich sehr schockiert, auch meine Spitzhacke hielt keine 20 Sekunden und zerbrach aufgrund schlechter Qualität. Nun kommt noch erschwerend dazu, dass die Marktpreise sehr am schwanken sind und kein Arbeiter sicher einplanen kann, was er am Ende in der Tasche hat. Aus Kaliumnitrat selber ist es sehr schwierig Gewinn zu erarbeiten, so liegt der Preis doch sehr häufig unter der 15$ Marke. Aus Kaliumnitrat wird übrigens Schwarzpulver hergestellt, was zusätzlich zur Kriminalität beiträgt, dies ist jedoch ein anderes Thema, welches hier nicht genauer erläutern werde. Die einzige Möglichkeit für den Bürger Gewinn zu erarbeiten, liegt darin Gold abzubauen, dies ist jedoch sehr selten und so findet man nicht sehr häufig Gold im Berg. Wenn man das wertvolle Gold jedoch mal findet, untersteht das Gold sehr hohen Marktschwankungen und bringt selten mehr als 450$ ein. Im Schnitt sind es gerade einmal 284$, wie man unten aus der Grafik entnehmen kann.

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Man sieht also das unsere Bergarbeiter ein hohes Risiko eingehen, sowohl finanziell, als auch gesundheitlich, nur um uns ein schönes Leben zu haben. Als Fazit kann man daraus ziehen, dass man die Bergarbeiter besser bezahlen sollte und vor allem Schutzausrüstung zur Verfügung stellen sollte. Dies würde den Job sicherer, als auch attraktiver machen und vor allem unsere Bergarbeiter würden mehr wert geschätzt.

Nachfolgend habe ich noch zwei Interviews geführt und LeandroConner als aktiven Goldkäufer am Marktplatz befragt, ob er von den Gefahren für die Arbeiter bescheid weiß und ob er eine Idee hat, wie diese Gefahren minimiert oder gar beseitigt werden können.

Ich habe LeandroConner gefragt, ob er wusste, unter welch schlechten Bedingungen die Bergbauarbeiter in San Andreas arbeiten und er meinte er weiß das, da er bereits selbst viel Zeit in der Mine verbracht hätte. Er meinte, er hat die Arbeit gemacht, da er schnell gutes Geld verdienen kann und hat dabei jedoch das Risiko völlig außer acht gelassen, da er einfach das Geld dringend benötigt hat. Als letzte Frage habe ich ihn gefragt, was seiner Meinung nach unternommen werden kann, um die Arbeiter zu schützen und ihnen bessere Arbeitsverhältnisse zu geben. Er hatte den Vorschlag, den Goldpreis anzuheben und zu stabilisieren, um so den Arbeitern ein besseres und vor allem konstanteres Gehalt zu geben. Damit könnten die Arbeiter sich wesentlich bessere Ausrüstung zulegen und hätten vor allem mehr Geld für sich und ihre Familie.

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LeandroConner mit seinen Fahrzeugen vor der Garage zum entladen seiner Gold Vorräte.

Als Letztes habe ich noch einen Bergarbeiter befragt, warum er das Risiko eingeht und was er als Vorschlag für eine Verbesserung hat.

Meine Frage an ihn war, wieso er die Arbeit im Berg verrichtet und wieso er all das Risiko eingeht und ob er das Ganze freiwillig macht. Seine Antwort daraufhin war sehr schockierend, denn er meinte, dass er keine andere Lösung sieht, um seine 5-Köpfige Familie bestehend aus Frau, ihm selbst und 3 Kindern zu ernähren. Er meinte, er ist mit nichts nach San Andreas gekommen und sah darin die einzige Gelegenheit, Geld zu verdienen. Mit dem verdienten Geld möchte er sich später eine eigne Farm aufbauen, da man hier gutes Geld verdienen kann, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen. Er meinte allerdings auch, dass es einen Hoffnungsschimmer gäbe, wenn die Preise steigen und der Goldpreis um die 500$ liegt, profitiert er sehr von seiner Arbeit. Daraus kann man ablesen, dass man eventuell die Goldpreise erhöhen sollte, denn das würde allen zugutekommen.